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GRUNDSCHULEN Arbeitsgruppe spricht sich für den Erhalt aller vier Standorte in der Verbandsgemeinde Saale-Wipper aus.

13:09:20 01.06.2013 gepostet von webmaster@alsleben-saale-online.de um 13:09:20 01.06.2013

GrundschuleEin Konzept soll her - VON THORSTEN KÖHLER ALSLEBEN/MZ - Jede Mitgliedsgemeinde der Verbandsgemeinde Saale-Wipper soll sich bis zum 26. Juni zur Schulentwicklung positionieren. Die Bürgermeister, Schulleiter und Elternvertreter sind gefordert, ein Konzept zu erarbeiten. Das ist das Ergebnis einer Beratung der Arbeitsgruppe „Schulentwicklung" am Mittwochabend im Alslebener Stadtgemeinschaftshaus.
Damit sollen nach Möglichkeit alle vier Grundschulstandorte der Verbandsgemeinde erhalten werden. Doch mit dem von der Verwaltung gestellten Fördermittelantrag für die Sanierung der Grundschule Güsten könnte den anderen drei Schulen das Aus drohen. Das wurde mehrfach bekräftigt. Dennoch verteidigte Verbandsgemeinde-Bürgermeister Steffen Globig sein Vorgehen. „Das Stark-III-Programm ist wahrscheinlich die letzte Chance, Fördermittel für die Grundschulen zu bekommen. Wenn wir die Mittel bekommen würden, könnte auch in einen zweiten Standort investiert werden", argumentierte er.
Dem widersprach Gierslebens Bürgermeister Peter Rietsch. Er sagte, es gebe einen Protokollbeschluss des Verbandsgemeinderates, wonach der Fördermittelantrag für Güsten zurückgezogen werden soll. Darüber habe sich Globig hinweg gesetzt. »Wenn der Antrag durchgeht, sind die Standorte in Alsleben, Plötzkau und Giersleben tot. Und auch die Verbandsgemeinschaft", ist sich Rietsch sicher.
„Mir fehlt einfach die Akteneinsicht. Wir müssen unsere Leute mit einbeziehen und auch wissen, was läuft", so Jürgen Reske, Mitglied des Kita-Ausschusses. „Es ist wichtig, dass wir uns positionieren. Wir wollen nicht nur eine Schule, denn dann würden unsere Kinder kilometerweit durch die Verbandsgemeinde fahren", bekräftigte Reske.
So wurden Überlegungen angestellt, Alsleben und Plötzkau zusammenzulegen. Auch ein Zusammengehen von Giersleben und Güsten wäre aus Sicht der Arbeitsgruppe möglich.
,,Die Gemeinden in der Verbandsgemeinde können selbst entscheiden. Wir werden aber entmündigt. Das sollten wir uns nicht gefallen lassen", meinte Willy Matthiae, stellvertretender Bürgermeister von Alsleben, zum Alleingang von Globig. „Im Mittelpunkt stehen die Kinder, die auf kurzen Wegen Bildung erhalten sollen. Deshalb sollten wir dem Land ein Konzept vorlegen und um unsere Grundschulen kämpfen."
Auch Sylvia Mädel, Alslebener Stadträtin, sprach Klartext. ,,Die Unterlagen und Fakten müssen auf den Tisch. Agieren können wir nur gemeinsam, sonst brechen wir auseinander", sagte sie. „Brauchen wir Fördermittel für Güsten, wenn fünf Kilometer weiter eine Top-Schule in Giersleben ist?"
Eine gute Nachricht gab es noch. "Für die Grundschule Plötzkau gibt es für die neue erste Klasse eine Ausnahmegenehmigung", verkündete Globig.

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