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Die Geschichte von Beesenlaublingen

WappenErläuterung zum Wappen von Beesenlaublingen. Das Wappen der Gemeinde Beesenlaublingen zeigt im silbernen Schild übereinander drei querliegende rote Pflugscharre. Es handelt sich hierbei um das Familienwappen derer von Krosigk, die seit dem 12.Jahrhundert in den Dörfern Beesen und Laublingen ansässig und Besitzer waren. Das Motiv des darunter liegenden Ankers soll auf die Schifffahrt des Ortsteils Mukrena hinweisen. Mukrena besitzt eine Werft mit langer Tradition.

Die Gemeinde Beesenlaublingen liegt im östlichen Harzvorland im Landschaftsgebiet des unteren Saaletals in Sachsen Anhalt. Am 29.Juli 961 wurde der Burgbezirk loponoh (Laublingen) im Gau Nudcici durch Kaiser Otto I. zum erstenmal erwähnt. 964 standen unter anderem die Orte Beesen, Poplitz, Mukrena und Oberritz in einer Urkunde im Stammsitz der Herren von Beesen.

Im 12. Jahrhundert, wie der Sachsenspiegel berichtete, bekam die Grafschaft Alsleben, wozu auch unsere Orte gehörten, den Burggraf Crouzke (von Krosigk).

Unsere Orte sind mit dem Geschlecht der Krosigks eng verbunden. Zwei aus diesem Geschlecht sind erwähnenswert. Einmal der Bernhard Friedrich von Krosigk, der um 1671 als Gründer der Poplitzer Linie das Schloss der Krosigks erbaute. Auch legte er den Grundstein zur Erschaffung des Schlossparks der Krosigks. Den Auftrag dazu übergab er dem schwedischen Garten und Landschaftsgestalter Linne der auch die Schlossgärten von Wörlitz und Sanssouci gestaltete.

In diesem schönen Naturpark finden heute die kulturellen Veranstaltungen der Gemeinde Beesenlaublingen statt. Weiterhin wäre Heinrich Ferdinand von Krosigk als "böser Baron von Krosik" bekannt zu nennen. Er fiel am 16.10.1813 bei der Völkerschlacht in Leipzig. In dem Buch "der böse Baron von Krosigk" von dem Schriftsteller Schreckenbach Paul, erschienen 1937, ist der Werdegang derer von Krosigk in Verbindung mit der Geschichte unserer Gemeinde erzählt.

Dieser Roman ist leider heute nur noch in Archiven einzusehen.

Wichtig ist zu wissen, das Laublingen so gar einmal in ganz Deutschland regelrecht berühmt war. Zurückzuführen ist das auf den "Laublinger Dichterkreis" der eine wichtige Station bei der Entwicklung der deutschen Literatur war. Anlaufpunkt war der Laublinger Pfarrer Samuel Gotthold Lange, der um 1750 alle deutschsprachigen Dichter in Laublingen versammelte. Für Lessing war Pfarrer Lange einer der wichtigsten Dichter Deutschlands.

Auch heute noch ist die Kirche einen Besuch wert. Man kann dort neben der schönen Architektur und Innenausstattung die Wappen derer von Krosigk sehen.

Im Februar 1799 wurden durch eine Überschwemmungskatastrophe Bürger von Mukrena auf den Radeberg angesiedelt, so entstand dann die Kolonie Zweihausen. Kustrena wurde durch das Raubschloss Pfuhle und seinem wilden Burgherrn bekannt. Am 1.1.1820 war der Gründungstag der Gemeinde Beesenlaublingen.

Hierbei ist gleichzeitig der Gründer der Industrie im Ort Herr Friedrich Wilhelm Ernst zu erwähnen.

Im Juli 1952 bildete sich die neue Gemeinde Beesenlaublingen mit den Ortsteilen:

  • Poplitz
  • Beesedau mit Zoll
  • Kustrena
  • Zweihausen
  • Mukrena und Pregelmühle im Kreis Bernburg Bezirk Halle.

Heute ist Beesenlaublingen ein Ortsteil von der Stadt Könnern im Salzlandkreis, im Regierungspräsdium Dessau im Land Sachsen Anhalt.

Externe Quellen: https://de.wikipedia.org/wiki/Beesenlaublingen

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Erstellt: 10.09.2015
Geändert: 10.09.2015
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