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Unterirdische Gänge am Schloss zu Alsleben

Auf dem Schloss- oder Klosterberg zu Alsleben soll es unterirdische Gänge gegeben haben Einer davon habe nach Osten unter der Saale hindurch geführt und in Poplitz geendet.

Die Sage meint, zur Zeit der Grafen von Alsleben sei in Poplitz ein Nebenkloster für Frauen aus niederen Ständen gewesen. Als die Nonnen dort von feindlichen Scharen bedroht wurden, verschwanden sie ungesehen mit allen Kostbarkeiten. Ein anderer Gang soll weit nach Westen bis Haus-Zeitz geführt haben. Auch aus dem Alslebener Kloster entwichen einst die Nonnen spurlos. Nach dem Tod des letzten Grafen fiel aller Besitz an den Erzbischof von Magdeburg.

Die Nonnen, alles reichsadlige Damen, lehnten dessen Oberhoheit ab und verließen auf rätselhafte Weise das Kloster. Zu Beginn dieses Jahrhunderts fand man im Tal von Pforte, einer Wüstung bei Haus-Zeitz, Gänge von mannshoher Größe unter der Erde. Beim Ackern mit schweren Dampfpflügen war eine Gangkreuzung eingestürzt. Auch sollen sich an den Talhängen Mundlöcher als Eingang zu diesen Gängen befunden haben. Rätsel über Rätsel, die von der Vergangenheit wohl nie mehr preisgegeben werden.

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Erstellt: 10.09.2015
Geändert: 10.09.2015
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